Ein gutes Foto entsteht nicht allein durch eine teure Kamera.
Viel wichtiger sind Erfahrung, Licht, die richtige Vorbereitung – und manchmal auch die kleinen Dinge, an die man erst denkt, wenn man sie dringend braucht. Im Laufe der Zeit habe ich mir deshalb eine Ausrüstung zusammengestellt, auf die ich bei Shootings möglichst nicht verzichten möchte.
Einige Dinge sind absolute Basics, andere haben sich erst durch die praktische Erfahrung als wirklich nützlich erwiesen. Hier zeige ich dir 10 Dinge, die in meiner Fototasche nicht fehlen sollten.
1. Ersatzakkus
Nichts ist ärgerlicher, als mitten im Shooting einen leeren Akku zu haben. Deshalb gehören mindestens ein, besser zwei geladene Ersatzakkus in jede Fototasche.
Gerade bei längeren Shootings oder Hochzeiten sollte man sich nicht darauf verlassen, dass ein einzelner Akku den ganzen Tag durchhält.
Mein Tipp: Ersatzakkus immer direkt nach einem Shooting wieder vollständig laden.
2. Schnelle und zuverlässige Speicherkarten
Auch bei Speicherkarten sollte man nicht am falschen Ende sparen. Je nach Kamera und Aufnahmeformat können bei einem Shooting sehr große Datenmengen entstehen. Eine ausreichend schnelle Speicherkarte sorgt dafür, dass Serienaufnahmen und hochauflösende Fotos zuverlässig gespeichert werden können. Noch wichtiger: Nimm immer Ersatzkarten mit. Eine Speicherkarte kann ausfallen – und dann möchtest du nicht feststellen, dass alle Bilder des Shootings auf genau dieser einen Karte liegen.
3. Kartenleser
Ein kleiner Kartenleser gehört für mich ebenfalls zur Grundausstattung. Gerade wenn man unterwegs Bilder sichern oder schnell auf Smartphone, Tablet oder Laptop übertragen möchte, ist ein zuverlässiger Kartenleser Gold wert. Ich würde hier lieber ein vernünftiges Modell kaufen, statt irgendeinen möglichst günstigen Kartenleser zu verwenden. Hier kann ich später einen passenden Kartenleser verlinken.
4. Kameragurt oder Handschlaufe
Je nach Shooting-Situation kann eine Handschlaufe oder ein guter Kameragurt deutlich angenehmer sein als die Kamera einfach in der Hand zu halten. Besonders bei längeren Shootings merkt man schnell, wie wichtig eine ergonomische Lösung ist. Dabei sollte der Gurt nicht nur bequem, sondern vor allem sicher und stabil sein.
5. Reinigungstuch und Blasebalg
Staub auf dem Objektiv oder Sensor kann ein Shooting unnötig kompliziert machen. Ein kleines Reinigungsset nimmt kaum Platz weg und kann unterwegs sehr hilfreich sein. Ich habe deshalb immer mindestens ein Mikrofasertuch und einen Blasebalg dabei.
Wichtig: Auf dem Sensor sollte man nicht einfach mit irgendwelchen Tüchern herumwischen. Bei einer Sensorreinigung sollte man wissen, was man tut.
6. Kleines Stativ
Ein Stativ ist nicht bei jedem Shooting notwendig – aber wenn man es braucht, ist man froh, eines dabei zu haben. Es kann beispielsweise bei Langzeitbelichtungen, Landschaftsaufnahmen, Produktfotografie oder bestimmten Portrait-Situationen eingesetzt werden. Für unterwegs würde ich auf ein möglichst stabiles, aber gleichzeitig transportables Modell achten.
7. Reflektor
Ein Reflektor gehört zu den meiner Meinung nach unterschätztesten Hilfsmitteln in der Portraitfotografie. Mit einem Reflektor lässt sich vorhandenes Licht gezielt nutzen. Schatten können aufgehellt und Gesichter dadurch wesentlich angenehmer ausgeleuchtet werden.
Das Beste daran: Ein Reflektor kostet im Vergleich zu vielen anderen Foto-Accessoires relativ wenig und kann trotzdem einen deutlichen Unterschied machen.
8. Powerbank
Smartphone, Kamera-Zubehör und manchmal auch andere Geräte wollen geladen werden. Eine leistungsfähige Powerbank kann deshalb gerade bei längeren Shootings sehr hilfreich sein. Sie nimmt wenig Platz ein und kann im Notfall den Tag retten.
9. Kleine Taschenlampe
Eine Taschenlampe klingt zunächst vielleicht etwas übertrieben. Bis man sie einmal benötigt. Bei Outdoor-Shootings, Hochzeiten oder Locations mit schlechten Lichtverhältnissen kann eine kleine Taschenlampe überraschend praktisch sein. Ich bevorzuge ein kleines Modell, das kaum Gewicht verursacht und trotzdem ausreichend hell ist.
10. Eine Tasche, die alles zusammenhält
Am Ende braucht man natürlich auch eine vernünftige Fototasche. Sie sollte genügend Platz für Kamera, Objektive, Akkus und Zubehör bieten, gleichzeitig aber nicht unnötig groß und schwer sein. Hier lohnt es sich, vorher genau zu überlegen, was man tatsächlich regelmäßig mitnimmt. Denn eine riesige Tasche mit 15 Kilogramm Ausrüstung klingt auf dem Papier beeindruckend – macht aber spätestens nach mehreren Stunden keinen Spaß mehr.
Was davon braucht man wirklich? Natürlich muss nicht jeder Fotograf sofort alle zehn Punkte kaufen. Wenn du gerade mit der Fotografie anfängst, würde ich zunächst in die Dinge investieren, die du tatsächlich benötigst:
– Kamera
– gutes Objektiv
– Ersatzakku
– zusätzliche Speicherkarte
– Reinigungstuch
– Kartenleser
– passende Fototasche
Alles Weitere kann später dazukommen. Gerade bei Fotozubehör gilt für mich: Nicht kaufen, weil es existiert – sondern kaufen, weil du es wirklich brauchst.
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Fazit:
Gute Fotos entstehen nicht dadurch, dass man möglichst viel Ausrüstung besitzt. Eine gute Vorbereitung und zuverlässiges Zubehör können aber dafür sorgen, dass man sich beim Fotografieren auf das Wesentliche konzentrieren kann: das Bild selbst.Meine wichtigste Empfehlung lautet deshalb: Investiere nicht blind in möglichst viel Equipment. Finde heraus, was du bei deinen eigenen Shootings wirklich benötigst – und ergänze deine Ausrüstung Schritt für Schritt.Denn am Ende entscheidet nicht die Größe deiner Fototasche darüber, wie gut deine Bilder werden.
